Abendkleider Jung

1958 lud der junge Deutsche Karl Lagerfeld die betuchten Pariserinnen zu seiner ersten Haute-Couture-Show. Nichts ließ in jenem Jahr, in dem Charles de Gaulle und Konrad Adenauer sich erstmals in Colombey-les-Eglises trafen und die deutsch-französische Freundschaft begründeten, erahnen, dass Karl Lagerfeld einmal zum unangefochtenen Liebling der Pariser Fashionwelt aufsteigen sollte.

Es war eine Freundschaft, die mit einem etwas holprigen Start begann. An einem Frühjahrstag 1958 lud der junge Deutsche Karl Lagerfeldt – das t im Nachnamen strich er später aus „kommerziellen“ Gründen – die betuchten Pariserinnen und die Modepresse zu seiner ersten eigenen Haute-Couture-Show in der Seine-Stadt. Zwei Stunden lang zeigte der Neu-Designer Satinhosen, die knalleng am Hintern spannten wie bei Revuegirls, und vom Pariser Nachleben inspirierte verruchte Abendkleider. Seinen Bad-Girl-Chic präsentierte der 25-Jährige freilich unter dem Pseudonym Roland Karl –vielleicht, um dem eigenen Namen keine Misere zu bescheren. Das Spektakel geriet nämlich zum völligen Reinfall. Laute Buhrufe waren zu hören, die Zeitungen verrissen anschließend die Kollektion. Der Hanseat, der fünf Jahre zuvor mit seiner Mutter in die französische Hauptstadt gezogen war, weil ihm die Heimat zu klein erschien, war bei den modeverwöhnten Parisern erst mal unten durch.

Nichts ließ in jenem Jahr 1958 – dem selben Jahr, in dem der neue französische Präsident Charles de Gaulle und der deutsche Kanzler Konrad Adenauer sich erstmals in Colombey-les-Eglises trafen und nach einer Epoche der Erbfeindschaft die deutsch-französische Freundschaft begründeten – erahnen, dass Karl Lagerfeld mal zum unangefochtenen Liebling der Pariser Fashionwelt aufsteigen sollte. Gut, er hatte 1954 bei einem Wettbewerb des Internationalen Wollsekretariats einen Preis für einen schwarzen Kamelhaarmantel mit hochstehendem Kragen wie bei den preußischen Offizieren von Kaiser Wilhelm eingeheimst. Okay, er hatte einen Lehrplatz im renommierten Modehaus Balmain ergattert. Aber in der feinen Pariser Couture-Welt zwischen den Patous, Diors und Schiaparellis blieb der aus Hamburg Zugereiste dennoch erst mal ein Nobody. Mehr als etwa mit spektakulären Entwürfen machte er damit auf sich aufmerksam, dass er in einem einzigartigen crèmefarbenen Mercedes Cabrio 190 SL durch Paris cruiste und sich die Nächte bis fünf Uhr morgens mit einer schillernden Clique zwischen Yves Saint Laurent, Loulou de la Falaise, Michèle Morgan und Jean Gabin um die Ohren schlug. Aus Langeweile, weil ihn die Tage im Schneideratelier so anödeten, wie er einmal bekannte.

Nichts ließ damals erahnen, dass Karl Lagerfeld mit den Parisern mal in inniger Freundschaft verbunden sein und gleichzeitig sein Heimatland mit den Franzosen versöhnen sollte. „Karl Lagerfeld war Paris“, konstatierte die mit ihm befreundete Pariser Bürgermeisterin Anne Hidalgo gerade anlässlich seines Todes. Die französischen Gazetten betrauern das Ableben von „Le Kaiser“.  Lagerfeld erhielt längst die Ehrenbürgerwürde der Stadt Paris und 2010 das vom Ex-Präseidenten Nicolas Sarkozy verliehene Kreuz des Kommandeurs der Légion d’Honneur. Lagerfelds Heimatort Bad Bramstedt denkt indes zaudernd seit 16 Jahren darüber nach, dem großen Karl eine Straße zu widmen.

Spätestens seit den 70ern, als Lagerfeld für Chloé zeichnete, geriet er derweil zum „Chouchou“, zum Darling der Franzosen. Anfang der 80er, mit seinem Eintritt im französischsten aller Modehäuser, Chanel, wurde der Deutsche endgültig zu einem der ihren. Sie bewunderten seine preußische Disziplin, den Fleiß und die innere Haltung, mit der Lagerfeld selbst nicht nur durch seine hohen Stehkragen auf seine Idole der Weimarer Republik der 20er Jahre, die Staatsmänner Walter Rathenau und Gustav Stresemann, verwies. Sie lernten aber auch durch „Le Kaiser“, dass die oftmals als stocksteif und etwas plump verschrienen Deutschen durchaus kultiviert, elegant und witzig sein konnten. Aus einem Deutschland, das modisch gerade mal den Otto- und den Quelle-Katalog aufzubieten hatte, kam plötzlich ein Designer mit Weltformat daher. Noch dazu besaß er eine bei den Pariser Großbürgern so geschätzte „Education“, eine weltläufige Bildung. Bereits mit sechs Jahren sprach der junge Karl, getriezt von seiner Lehrerin Frau Risse, Französisch. Sein selbstreflektierender Humor, vom berühmten „Jogginghosen“-Zitat bis hin zum „Strass, kein Stress“, alles führte in der Seine-Metropole zum Verzücken über einen mal nicht ganz so bierernsten Deutschen.

Lagerfeld charmierte die Pariser, indem er ein echter Typ und Freigeist war. Er adelte seine Heimat, indem er ihr Prestige verlieh. Und dennoch blieb er mit Deutschland lange in einer schwierigen Liebe verbunden. Mal warf er den Deutschen ein Bonbon wie den Satz „Ich bin stinkdeutsch“ hin. Dann wieder machte er sie, typisch Karl, wieder klein mit der Bemerkung: „In der Welt hat deutsche Mode keine Identität.“ Mal heischte er mit dem Bekenntnis „Ich bin ein seriöses deutsches Arbeitstier“ um Anerkennung. Dann wieder  bekundete er, sich nie wieder mit deutschen Diplomatengattinnen treffen zu wollen, weil sie „nur 30 Prozent Rabatt wollen.“

Die Deutschen wiederum konterten Lagerfelds Spitzzüngigkeiten mit Belächlung. 1973 mokierte sich etwa der Spiegel über „Lagerfelds Soap Opera“ und beschrieb ihn als „Hansdampf in allen Gassen“.  Lagerfeld hat es nicht übel genommen. Seine Show 2017 in der Hamburger Elbphilharmonie, geriet ihm, laut seiner Freunde, zur emotionalsten. Mit dem Alter, sagen die Freunde, wurde er Deutschland immer zugewandter. Vielleicht resultierte daraus auch der Alterszorn, als er unlängst Angela Merkel für ihre freizügige Flüchtlingspolitik scharf attackierte und laut darüber nachdachte, seine deutsche Staatsbürgerschaft vielleicht abzulegen. Typisch Karl eben. Der mal auch so raushaute, er sei eben doch nur „ein dummer Hamburger Jung.“

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