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Hans Baumgartner, Winterthur

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Zum hundertjährigen Bestehen der Sektion Winterthur hatten sich ihre Junioren eine genau von Norden nach Süden verlaufende Traversierung der Schweiz von Landesgrenze zu Landesgrenze zum Ziel gesetzt – das Jubiquerum. Von dem durch die Stadtkirche Winterthur verlaufenden Längengrad sollten nach links und nach rechts lediglich je 500 m Abweichung zugelassen sein, selbstverständlich ohne Zuhilfenahme von motorisierten Fortbewegungsmitteln.

AM ZIEL Es war im Herbst des Jubiläumsjahres 1979. Überraschend schnell hatte sich die Nacht über das Tessin gelegt und zu einem Biwakbezug in der Dunkelheit genötigt.

Das Ufer des Langensees als endgültiges Ziel lag in greifbarer Nähe. Seit Januar hatte sich Stück um Stück zur durchgehenden Linie von der deutschen Grenze bis hieher zusammengefügt, hatte sich Zug um Zug die Spannung über den Erfolg unseres Jubiquerums verringert und sich in dieser Oktobernacht in die Gewissheit über den nun bevorstehenden erfolgreichen Abschluss verwandelt. So schweiften denn die Gedanken zurück zu den früheren Nächten unter freiem Himmel: Sie verweilten am Fusse der riesigen Windgällenwand, schweiften an den Rand des Mai-ghelsgletschers, schwangen sich hinüber zu den Anhöhen des Valle d’ Ossola und wären wohl bald in der Dämmerung des verdienten Schlafes versunken, wenn nicht von Zeit zu Zeit Prachtsexemplare von Kastanien in unmittelbarer Nähe wuchtig aufgeschlagen wären. So suchten die aufgeschreckten Gedanken von neuem den Weg zurück in die Erinnerung und verweilten bei Erlebnissen und gesammelten Erfahrungen. Sie machten uns nochmals bewusst, wie hilflos man der Witterung und den Verhältnissen ausgeliefert sein kann, wie selbst Grashänge bei Nässe gefährlich oder gar unpassierbar werden und wie harmlose Wasserläufe zu ernsthaften Hindernissen anwachsen können. Sie erinnerten uns wieder daran, dass wir hatten lernen müssen, auch dort vorwärts zu kommen, wo keine Pfade sind, wo keine Routenbeschreibungen vorliegen und wo sich auch der SAC-Clubführer über die Begehbarkeit ausschweigt. Sie riefen uns ins Gedächtnis zurück, wie schätzenswert ein Pickel sein kann, selbst wenn weder Schnee noch Eis liegt. Sie erinnerten uns daran, wie wir verzichten gelernt hatten, um alsbald wohlgemut einen neuen Anlauf zu nehmen, wie wir aber auch gelegentlich hatten auf die Zähne beissen müssen, um den Umständen trotzen zu können. Und dort, wo alpintechnische Schwierigkeiten auftraten oder wo Nebel die Orientierung erschwerte, hatte es gegolten, Gelerntes anzuwenden und zu überprüfen.

Die verträumten Gedanken jener Nacht wären wohl imstande gewesen, das Jubiquerum in jene Zeiten zu verlegen, da noch keine SAC-Hütten standen und sich die grossen Pioniere mit bescheidener Ausrüstung und grosser Ungewissheit, aber mit um so grösserem Willen, an die Verwirklichung ihrer hochfliegenden Pläne gemacht hatten. Doch dass es nicht soweit kam, dafür sorgten die niederfallenden Kastanien. So sei nun versucht, das ganze Unternehmen wirklichkeitsgetreu, wenn auch nur in Ausschnitten, zu skizzie- DER ANFANG Es hatte von Anbeginn als selbstverständlich gegolten, dass ein Jubiläum für eine rührige Sektion nicht nur ein besinnlicher Marschhalt mit Rückblick und Ausblick bedeuten konnte, sondern dass dem aktiven Bergsteigen aus eben diesem Anlass breiter Raum geschaffen werden musste, gewissermassen als Versprechen für die Zukunft. So hatte der Vorstand beschlossen, die Schweizer Grenze nicht zu überschreiten, um möglichst allen Mitgliedern die Teilnahme an den geplanten Touren zu ermöglichen. Für die Aktiven war die Besteigung sämtlicher höchsten Kantonsgipfel im Jubiläumsjahr vorgesehen ( was dann auch erfolgreich durchgeführt wurde ), während sich die Junioren an einer Traversierung der Schweiz versuchen sollten. So kam es, dass wir bereits lange vor der ersten Etappe Karten studierten, Profile herauszeichneten, Marschzeitberech-nungen anstellten und nach möglichen Etappen-aufteilungen und günstigsten Jahreszeiten für ihre Bewältigung suchten. Zur zentralen Frage wurde bald einmal die Streifenbreite, innerhalb welcher sich die ganze Traversierung abspielen sollte. Da war einerseits der Reiz der Ungewissen Schwierigkeiten, die mit schmaler werdendem Streifen sicher zunahmen, anderseits die nicht unberechtigte Angst vor einer einzigen unpassierbaren Stelle, welche die gesamte Durchquerung zum Scheitern verurteilen konnte. Endlich wurde der Streifen auf einen Kilometer eingeengt, wobei einige Stellen, an denen nach der Karte ein Durchkommen fraglich war, bewusst in Kauf genommen wurden. Die einzelnen Abschnitte samt Sommertourenwoche wurden nach einer letzten Überprüfung ins übliche Tourenprogramm der JO aufgenommen, wo sie für einmal bekannte Gipfel entlang klassischer Routen verdrängten.

Dann endlich war es soweit. Bereits im Januar starteten wir an einem Samstag zur ersten Etappe vom Zürichsee bis ins Muotatal. Schon bald musste der Kompass den Weg im Nebel weisen, während der spärliche Nassschnee unsere Ski beinahe der Lächerlichkeit preisgab. Bei der Sihl änderte sich dann aber das Bild: Diese führte zwar nicht, wie befürchtet, Hochwasser, doch nur dank der Ski konnten wir das andere Ufer über Eisschollen tastend erreichen. Und weiter zogen wir unsere Spuren über Wiesen und durch Gehölz, gelegentlich unterbrochen durch Eisenbahnlinie oder Strassen, bis uns eine Unterkunft hoch über Einsiedeln für die Nacht aufnahm.

Der Morgen brachte bereits die erste Bewährungsprobe: Regen begoss mit nicht abnehmen wollender Heftigkeit die Schneedecke und verwandelte sie in einen schwer zu definierenden Zustand. Da wir uns nicht schon bei der Startetappe zum Jubiquerum geschlagen geben wollten, brachen wir gleichwohl auf und spurten mit eingezogenen Köpfen durch die trostlos gewordene Gegend, bis sich uns ein bewaldeter, felsdurchsetzter Hügel einem Riegel gleich in den Weg legte. Der vorgeschriebene Streifen liess keine andere Wahl, als geradewegs in den Wald einzutauchen und den Weiterweg zu erzwingen. Nun war es vorbei mit der eben noch vorhandenen Gleichförmigkeit! Jeder sah sich fortan angestrengt mit sich selbst beschäftigt, und der mit wenig nassem Schnee bedeckte Boden, die Nagelfluhbänder und das triefend-dichte Unterholz sorgten dafür, dass eine völlig durchnässte, von Lehm- und Baumspuren gezeichnete Schar nach Überwindung des Hindernisses frierend gegen Alptal weiterzog. Wer wollte es uns deshalb verargen, dass wir in einem noch innerhalb des Streifens liegenden Gasthaus Schutz suchten und, dürftig bekleidet, bei einer Kanne Tee darauf warteten, dass die Wäscheschleuder im Keller unseren Unterkleidern wenigstens die gröbste Nässe entziehe. Dann ging es weiter gegen Süden, getreu der Karte und dem Kompass folgend, die uns abschliessend über eine gewaltige Steilstufe ins Muotatal hinunter führten. Das war also der Anfang unseres Jubiquerums gewesen. Wie war er zu werten? Als Zeichen des Gelingens oder als Vorgeschmack dessen, was uns sonst noch erwartete?

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UNTERWEGS IM MITTELLAND Frühlingshafte Wärme und blauer Himmel. Die muntere Schar, die sich von Thayngen nordwärts wandte, musste in der Tat komisch wirken: hohe Schuhe, einige Schwimmwesten, Rucksäcke und zwei Paddel. Und offensichtlich schien die Ausrüstung erst recht nicht mit der eingeschlagenen Marschrichtung übereinzustimmen, denn Spaziergänger machten darauf aufmerksam, dass in dieser Richtung kein Wasser zu finden sei. Was- ser suchten wir auch nicht. Vorerst begaben wir uns an die deutsche Grenze zum Ausgangspunkt des Jubiquerums, um dann südwärts bis über den Rhein zu ziehen. Im unübersichtlichen Grenzgebiet zwischen Thayngen und Diessenhofen wartete bereits die erste Überraschung. Wir hatten die Aufmerksamkeit der deutschen Grenzwächter geweckt. Doch beim näheren Hinsehen entpuppten sich ihnen die vermeintlichen Kugelwesten dann allerdings als Schwimmwesten, und nachdem wir die Zöllner über unser Vorhaben ins Bild gesetzt hatten, schien es beinahe, als hätten sie die grösste Lust, mit uns weiterzuziehen. Am Rhein angelangt, mag der eine oder andere von uns etwas nachdenklich geworden sein, als er das kleine, aus einem Rucksack gezogene Gummiboot mit der grossen wartenden Schar verglich. Dann war da auch noch die beachtliche Strömung und eine Wassertemperatur, die gar nicht zum Bade einlud.

Aber wir liessen uns nicht entmutigen, und bald spielte sich der Fährbetrieb ein: zu dritt hinüberrudern, das Boot dem gegenüberliegenden Ufer entlang hinauftragen, einer das Boot zurückrudern, zu dritt wieder hinüber usw. und dazwischen wieder einmal eine Rucksackladung. Ein gebrochenes Paddel wurde durch eine Lawinenschaufel ersetzt, die einer vorsichtshalber von zu Hause mitgenommen hatte. Wir waren stolz, als Berggänger auch solche Probleme meistern zu können und vergassen darob gänzlich die Zeit.

Der anschliessende Abschnitt war dem Herbst vorbehalten. Die Velos halfen uns, die Strecke durch das Weinland zu verkürzen. Wege waren genügend vorhanden. Die Thur bereitete weit weniger Schwierigkeiten als vorher der Rhein. Zu Beginn stärkten wir uns im Festzelt, welches die Truttiker ausgerechnet in unserem Streifen aufgestellt hatten, dann durchwateten wir die Thur, die Velos gewissermassen als Halsschmuck tragend, sehr zum Erstaunen der Spaziergänger. Eher verstanden sie wohl, weshalb wir trotz der Wärme lange Hosen anzogen, bevor wir die bren-nesselbestandene Uferböschung erstiegen.

o Deutsche Grenze ( km ‘ ) I io Rhein Germania 13. Mai ( 19 VVeinland 7. Oktober ( 15 39 Stadtkirche W’thur 48

Kyburg 22. September ( 27 ) 76 Zürichsee Greifensee g./io.Juni ( 19 ) Seebuebe i.August ( 16 ) 80 Zürichsee 112 Muotatal Kloster 27-/28.Januar ( 9 ) Lidernen 3O.Juni/i.Juli ( 1 1 ) Windgällen 23.Z24.Juni ( 5 ) Etzli 28729.Juli ( I0 ) Cadlimo 11./12. August ( 8 ) 8-/9. September ( 7 ) Levemaggia 7.15.JUIÌ ( 12 ) Centovalli 2./3-Juni ( 11 ) 13./14.Oktober ( 5 ) spricht gerade der zugestandenen Streifenbreite. ► Höhenmeter pro Abschnitt.

Die einzelnen Etappen des Jubiquemms mit ihren überwundenen Höhenmetern. In Klammern die Teilnehmerzahlen.

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Der geographische Verlauf des Jubiquerums ( reproduziert mit Bewilligung der Eidg. Landestopographie vom 16.7. ig8o ). Ausschnitt aus der LK 1: 00000, reduziert aujca. 1 :gooooo ( 1 cm = g km ). Die Strichdicke ent- Wiederum an einem Samstag war der nächste Abschnitt fällig. Die Töss, die normalerweise bescheiden Wasser führt, wälzte an jenem Nachmittag solche Fluten, dass an ein Durchwaten gar nicht zu denken war. Eine Vorhut musste deshalb eine Seilbrücke mit gut dreissig Metern Spannweite bauen, wobei eine nur wenig ausserhalb des Streifens liegende Holzbrücke die Arbeit wesentlich erleichterte. Hätten die Planer, welche diese alte Brücke vor dem Abbruch gerettet und sie hier ihrem neuen Standort zugeführt hatten, von unserem Jubiquerum gewusst, vielleicht hätten sie ihre Pläne um diese paar Meter geändert! Als dann in der Dunkelheit das mit Fackeln bewehrte Gros eintraf, sich am Übergang staute und auf ungewohnten Pfaden den steilen Abhängen der Kyburg entlang zog, erinnerte das gespenstige Bild wohl an einen alten Kriegszug. Doch hatten wir glücklicherweise nicht mit den Kyburgern zu kämpfen, sondern lediglich mit einigen Orientierungsschwierigkeiten in der Dunkelheit des Waldes. Anstelle eines Sturmangriffs folgte dann eine zufriedene Rückfahrt nach Winterthur mit einem kleinen festlichen Abschluss.

DER ZÜRICHSEE Am Morgen des i. August war noch nichts vom üblichen Motorbootlärm zu hören; auch die vielen Segelschiffe lagen noch vertäut am Ufer. Der See präsentierte sich in einem trägen Grau. Dafür rüsteten nun einige Junioren Ruderboote zur Begleitung jener zwei Burschen und zwei Mädchen, welche den See schwimmend überqueren wollten. Jeder und jedes von ihnen war mit einem halben Pfund Melchfett eingesalbt worden, um gegen die drohende Unterkühlung besser geschützt zu sein, doch brauchte es dann gleichwohl einiges an Durchhaltewillen, weil sich die Kälte trotz der Fettschicht bemerkbar machen wollte und das andere Ufer in der Weite des Sees immer gleich weit entfernt schien. Aber gelegentliche Zurufe von den begleitenden und etwa die Richtung kor-rigierenden Booten munterten auf, mit der Zeit wurden die Umrisse an Land doch deutlicher, und schliesslich fanden die Füsse nach zwei Stunden wieder festen Grund. Kaum dem Wasser entstiegen, half den wackeren Schwimmern auch die Befriedigung über die vollbrachte Leistung nicht über die Schwierigkeit hinweg, die Melchfett-schicht wieder loszuwerden. Nachdem selbst mit einer irgendwo aufgetriebenen Seife kein Erfolg zu verzeichnen war, blieb nichts anderes übrig, als es den Hunden gleichzutun und sich im Gras zu wälzen. Der Rest wurde auf Badetuch und Kleider verteilt. Auf dem Rückweg über den See brach dann noch ein Ruder und auf dem Heimweg ein Velopedal; doch was tat ‘s, war doch ein weiterer Jubiquerumsabschnitt fröhlich und erfolgreich überwunden worden.

DIE WINDGÄLLEN Obwohl der Samstagvormittag noch gar nicht richtig begonnen hatte, waren wir bereits durstig. Der Blick von den steilen Grashängen hinunter ins Schächental bestätigte eindrücklich die im Höhenprofil herausgezeichneten Verhältnisse und rief uns auch in Erinnerung, was uns noch bevorstand. Ob der grossartigen Aussicht hinunter zum Urnersee vergassen wir selbst unsere schweren Säcke mit Kletterausrüstung, Steigeisen, Pickel, Biwakmaterial und Verpflegung. Nur der Durst meldete sich wieder. Der bereits auf 2000 Meter vorhandene Schnee kam uns deshalb gar nicht so ungelegen; erst als wir immer wieder bis zu den Oberschenkeln einsanken, änderten wir unsere Meinung. Die geplante Überschreitung der Kleinen Windgällen schien immer mehr durch den frischen Schnee in Frage gestellt. Schliesslich standen wir aber doch beim Seelein am Fusse der nebelumwogten Windgällenwand.

Die unbeschreibliche Harmonie dieses Ortes, zusammen mit der Ruhe der aufziehenden Nacht, ward uns trotz der Ungewissheit über den bevorstehenden Tag zum eindrücklichen Erlebnis. Etwas weniger poetisch empfing uns dann der Morgen: Das Wetter gab zu Besorgnis Anlass, alles dicht mit Tau überzogen, die Schuhe noch durch und durch nass von gestern. Auf dem See trieb eine feine Eisschicht. Der Weg zum steil aufsteigenden Grat der Kleinen Windgällen führte über einen riesigen Schuttkegel. Der senkrechte Fuss des Grates zwang zum Ausweichen in die Flanke, wo wir auf zwei neuere Haken stiessen, die nach einer früheren Rückzugsaktion aussahen. Trotzdem glaubten wir, den Weiterweg ausmachen zu können und gewannen, im mittleren Schwierigkeitsgrad kletternd, über nasse Felsen rasch an Höhe. Weiter ging es über den Grat, bis wir nach einigen Stunden schliesslich die Gipfelfelsen der Kleinen Windgällen erreichten.

Tief unter uns lag das Seelein mit dem Biwakplatz. Sorge bereiteten uns jedoch der bevorstehende Abstieg und das langsam sich ankündende Gewitter. Der vorgegebene Streifen erlaubte die Benützung der Normalwege nicht, und zwei im SAC-Führer beschriebene Routen liessen sich in Abstiegsrichtung und wegen des aufziehenden Nebels nicht finden. So verliessen wir uns auf unseren Spürsinn. Bei einem notwendigen Abseilmanöver war uns allerdings nicht so recht wohl, schnitten wir uns doch für den Fall zunehmender Schwierigkeiten den Rückweg ab. Glücklicherweise waren die Befürchtungen unbegründet, und mit Erleichterung kämpften wir uns weiter unten durch steilste Grasrinnen dem Tal entgegen. Vor lauter Konzentration ward uns erst bewusst, welches Glück wir mit dem Wetter gehabt hatten, als mit dem Erreichen des Talbodens ein heftiges Gewitter losbrach. Sicher gab es keinen unter uns, der sich nicht dankbar fühlte.

DAS TESSIN Mehr als ein Drittel der gesamthaft zu überwindenden Höhendifferenz entfiel allein auf das Tessin. Viele Pfade sind dort vollständig überwachsen, und tiefeingeschnittene Wasser, zusammen mit steil abstürzenden, felsdurchsetzten Hängen, liessen ein Fortkommen innerhalb des Streifens an zwei Stellen recht fraglich erscheinen.

Es muss den Teilnehmern an den Tessiner Abschnitten hoch angerechnet werden, dass sie sich trotzdem zum Mitmachen bereit erklärt hatten. Sie sind dafür rückwirkend um einiges reicher an schönen Erinnerungen. Schliesslich wird man von den Gedanken an ein Biwak im strömenden Regen nicht mehr nass und von bereits vollbrachten Leistungen nicht mehr müde.

Schon der Auftakt mit der Durchwatung der Maggia an einem Wochenende im Frühling war ungewöhnlich: Mitten im Fluss kam es zu einer überraschenden Begegnung mit einer Gruppe Kajakfahrern. Dem folgte eine beschwerliche Tagesleistung von lediglich vier Kilometern Horizontaldistanz in einer Szenerie von einmaliger Ursprünglichkeit, und schliesslich begoss ein typischer Tessiner Regen die aufkommende romantische Stimmung und zwang die Gruppe nach einer durchnässten Biwaknacht zum vorläufigen Kapitulieren.

Für die Tourenwoche zwischen Leventina und Maggiatal mussten mehrere Biwaks eingeplant werden, da Unterkunftsmöglichkeiten fehlten und lediglich eine einzige Nachschubmöglichkeit bestand. Um für alle Fälle gewappnet zu sein, war zudem die Bergausrüstung mitzutragen. Doch erwiesen sich die Stauden manchmal als bessere Fortbewegungshilfen, nicht ohne allerdings deutliche Spuren zu hinterlassen. Es war deshalb begreiflich, dass nach bestandenem Abenteuer die hergenommenen Kleider der pickel- und steigeisenbewehrten Gruppe im Dorfe Maggia einiges Erstaunen hervorriefen. Auf einer Postkarte, die als erste die Reise zurück nach Winterthur antrat, stand nur ein Wort: « Geschafft ». Das sagte für den Augenblick alles. Denn dieses Wort beinhaltete Erlebnisse in einer rauhen Einsamkeit wie jenen Aufstieg über den Hang, den wir Stauden-fluh-Nordwand tauften und der ohne die Stauden oder bei Nässe völlig unpassierbar gewesen wäre; es umfasste aber auch jenen zweistündigen Umweg wegen der vorgeschriebenen Streifenbreite am Ende eines anstrengenden Tages, an dem das Ziel in einem Viertel der Zeit auf viel einfachere Weise hätte erreicht werden können. Zudem kam darin die Dankbarkeit für sechs Schönwettertage mit trockenen Biwaknächten weitab von aller Zivilisation zum Ausdruck, hatte doch wenige Meter vor Maggia ein anhaltender Platzregen eingesetzt!

Bei der ganzen Landesdurchquerung und speziell im Tessin handelte es sich um keine Routen mit Rang und Namen, um Touren, die schon beim Aufzählen Respekt einflössen, um Schwierigkeiten, die an einer Skala gemessen werden können und damit verleiten, zu klassieren und zu vergleichen. Gerade deshalb blieb die Freude an der Natur um ihrer selbst willen erhalten. Dasju-biquerum hat uns beides gebracht: Ursprünglichkeit und Befriedigung über das Vollbrachte. Und wenn sich auch nichts in seiner Einmaligkeit wiederholen lässt, so beneiden wir doch insgeheim all jene Sektionen, welche ihr Jubiläum noch vor sich haben.

DAS UNTERNEHMEN IN ZAHLEN Die Mitte des ein Kilometer breiten Streifens führte entlang der Koordinate 697,2 ( Stadtkirche Winterthur ). Die Luftlinie von Grenze zu Grenze beträgt an dieser Stelle 184 Kilometer; wegen der innerhalb des Streifens zu umgehenden Hindernisse lag dann die zurückgelegte Horizontaldistanz mit rund 240 Kilometern um einiges höher. Der Zürichsee ist an der durchschwommenen Stelle 3,7 Kilometer breit, und für das gesamte Jubiquerum mussten ungefähr 18600 Höhenmeter im Aufstieg und praktisch ebensoviel im Abstieg überwunden werden. Die rein klettertechnischen Anforderungen überschritten nirgends die Mitte der Schwierigkeitsskala. Die einzelnen Abschnitte der Durchquerung waren aufgeteilt auf t i Wochenenden und eine ganzwöchige Etappe im Tessin, wobei wegen schlechten Wetters zwei zusätzliche Wochenenden notwendig wurden. Die Etappen folgten sich nicht der Reihe nach, wurden jedoch stets von Norden nach Süden begangen und ergaben eine nahtlose Linie von Grenze zu Grenze. Es ist keinem Mitglied der 65köpfigen JO gelungen, überall dabei zu sein, so dass dasJu-biquerum ein echtes Gemeinschaftswerk darstellt. Insgesamt haben sich 174 Junioren an den einzelnen Abschnitten beteiligt, im Minimum jedoch 5 pro Abschnitt.

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