Kleider Bei Zalando Sale

Pumpende Bässe erklingen aus dem Off. Selbstbewusst schreiten Lukas, Ann und Lee Ann über den verspiegelten Laufsteg, der weit in den Zuschauerraum hineinreicht. «Hauptsache: All eyes on me» lautet die Devise der drei jugendlichen Mode-Blogger. Er trägt zum Faltenjupe eine Trainingsjacke, sie sind in ein Etuikleid und Jogginghose sowie bauchfreies Top gehüllt – alles in Weiss.

Günstige Jarlo Damenbekleidung im Sale online entdecken ...

Günstige Jarlo Damenbekleidung im Sale online entdecken …

Anna Field Freizeitkleid - apricot - Zalando.de | Spring ...

Anna Field Freizeitkleid – apricot – Zalando.de | Spring …

Günstige Topshop Damenbekleidung im Sale online entdecken ...

Günstige Topshop Damenbekleidung im Sale online entdecken …

Jarlo Kleider online kaufen | Entdecke dein neues Kleid bei ...

Jarlo Kleider online kaufen | Entdecke dein neues Kleid bei …

Die Kostüme von Pascale Martin hätten fair bezahlte Schneiderinnen des Schauspielhauses Zürich produziert, versichert der Mediensprecher im Vorfeld der Uraufführung der Inszenierung «Sweatshop – Deadly Fashion» von Sebastian Nübling. «I’m so excited to wear this», ruft Ann (Ann Meyer) inbrünstig und bringt die Smartphone-kompatible Mode-Hysterie auf den Punkt. Sie und ihre beiden Kollegen vom Jungen Theater Basel (Lee-Ann Aerni, Lukas Stäuble) sind lebendig gewordene Emoticons auf dem Catwalk und zeigen das Rauschen des Internets mittels choreografierten Körpereinsatzes sowie Baseldeutschen Raps und Reimen. Natürlich werden sie dabei gefilmt (Kamera: Robin Nidecker), und das Live-Video wird auf die Leinwand hinter ihnen projiziert. Das alles ist eine ironisch gebrochene Feier des streitbaren Zeitgeists, der von dem Streben nach Sexiness geprägt ist.

Das Publikum ist sogleich drin im Strom der Online-Fragmente und der abgehackten Jugendsprache. Ein Mode-Hashtag dort, ein Laufsteg-Video da, ein Seelenzustand-Piktogramm zum eigenen Aussehen hier. Kleidung, sei es Fast oder Fair Fashion, und ihre Verstrickung in den sozialen Netzwerken ist das Thema der Stunde. Der «Mode-Ticker» mit Trends, Sale und Super-Sale sowie angeblicher Nachhaltigkeit taktet den Alltag der westlichen Welt.

Er spiegelt sich in dem täglichen Instagram-Wahnsinn der Teenager und Twens, dem Shopping per Klick, den Selfies, dem Kampf von Influencern um Follower, der Ich-Fixierung. Hinter dem schillernden Catwalk-Gebaren aber sitzen Fabrikarbeiterinnen in Sweatshops, die in den Schwellenländern unter widrigen Umständen Kleider für diese narzisstische Selbstinszenierung nähen. Fünf Jahre nach der grössten Industriekatastrophe von Bangladesh, als das Geschäftsgebäude «Rana Plaza» einstürzte und über 1100 Arbeiterinnen und Arbeiter ums Leben kamen, sind die Sicherheitsbedingungen in vielen Textilfabriken noch immer desolat.

Zalando kleider damen sale – Stylische Kleider für jeden tag

Zalando kleider damen sale – Stylische Kleider für jeden tag

Diese Fakten zum Stück liefert ein verzweifeltes Vampir-Mädchen, das von den Mode-Bloggern angeschrien wird: Die weltweite Textilproduktion habe sich zwischen den Jahren 2000 und 2015 verdoppelt, die Tragedauer von Kleidern jedoch halbiert. Von einem T-Shirt, das bei uns für 29 Franken verkauft werde, bekomme die Arbeiterin 18 Rappen. Der offizielle Mindestlohn einer Näherin in Bangladesh betrage 73 Franken, doch dieser reiche nicht aus, um das Lebensnotwendige zu kaufen.

Passt dieses globalisierte Problempaket auf die Pfauenbühne? Die Antwort lautet: Ja – und wie! Die Truppe um den Regisseur Sebastian Nübling und die Kolumnistin, Drehbuchautorin sowie Filmregisseurin Güzin Kar ist dieser Aufgabe gewachsen, ohne den moralischen Zeigefinger zu erheben, ja wächst sogar über sich hinaus.

Nübling, der das Junge Theater Basel erfolgreich gemacht hat und es versteht, den Sound der Jugend mit Verve in die Bühnensprache zu übersetzen, ist der Richtige für «Sweatshop – Deadly Fashion», frei nach Motiven aus der gleichnamigen norwegischen Webserie von 2015: Ein junger Kameramann begleitet darin Mode-Blogger nach Kambodscha und stellt die gutaussehenden Twens vor die Frage, welche Verantwortung sie als Privilegierte zu tragen haben angesichts des Leids Gleichaltriger in den Fabriken.

Und Güzin Kar ist Meisterin darin, den Slangs der Generationen ein Denkmal zu setzen. So geschehen gerade kürzlich in den witzigen Dialogen der SRF-Serie «Seitentriebe» über die sexuellen Neurosen der Enddreissiger. Auch bei ihrem ersten Theatertext, den sie mit dem Jungautor Lucien Haug und den Mitgliedern des Jungen Theaters Basel erarbeitet hat, kommt ihr Gespür für Ironie und Sarkasmus zum Tragen.

Der Bühnenbildner Dominic Huber ergänzt die Truppe vorzüglich, gilt er doch als Architekt ausgeklügelter theatraler Räume. Für «Sweatshop – Deadly Fashion» hat er ein beengendes Gangsystem entwickelt, aus dem es kein Entrinnen gibt. Zunächst ist da der verspiegelte Narzissten-Catwalk, der ins Publikum führt. Die drei Blogger geraten durch Leinwand-Schiebetüren in einen Lift, der sie in die Kleiderfabrik fährt.

Die Zuschauer sehen das Trio während der folgenden eineinhalb Stunden lediglich auf der Live-Video-Projektion. In den Untiefen hinter der Leinwand begegnen sie zwei untoten Marlboro-Männern (dargestellt von den Ensemblemitgliedern Markus Scheumann und Matthias Neukirch), die von archäologischen Ausgrabungen des Homo Zalando berichten, der sich anno 2018 mit Konsum betäubte. Dieser sei beim grössten Black Friday der westlichen Welt – was für ein witziger Einfall! – untergegangen. Versteinerte Skelette hielten noch Reste von Kleidern in der Hand, an denen ein Schild baumele: «Zugreifen, jetzt oder nie!» Tatsächlich, was werden Historiker dereinst von jener Spezies halten, die sich an den «neuen Frühlingsfarben» berauschte und sich nach den Kardashians richtete? Das Stück ist auch eine Schnäppchen-Fundgrube an solchen Duetten und Soloauftritten, etwa jenem von Markus Scheumann als Modesüchtigem im Federboa-Fummel.

Der Liftboy (ebenfalls Markus Scheumann) gibt sich als harlekinartiger Zyniker, der das Trio in seinem Sweatshop willkommen heisst, in dem 365 Tage pro Jahr geschwitzt wird, damit die Welt weiterläuft, will heissen, damit gekauft werden kann. Dort näht pausenlos: die Asiatin Mio (Mio Itschner). Zum Schluss wird die Leinwand hochgezogen, Mio wird in echt sichtbar, sie berichtet, quasi als eine Zeugin der Kehrseite der Mode, wie sie zweijährig aus Vietnam in die Schweiz kam und als Adoptivkind an der Goldküste aufwuchs. Als Mio vor ein paar Jahren erfuhr, dass sie eine Schwester habe, traf sie diese in Ho-Chi-Minh-Stadt. Seit dem 12. Lebensjahr arbeitet Mios Schwester in einem Sweatshop.

Wie es sich fürs «Insta-Zeitalter» gehört – mal ist man so drauf, mal so –, zeigen sich die Blogger hernach plötzlich geläutert und setzen sich für faire Mode ein. «Wir sind den Näherinnen doch so nah, tragen womöglich ihre Bakterien auf unserer Haut.» Weil Worten Taten folgen sollen, dürfen die Zuschauer die Bühne betreten und sich mit Broschüren über nachhaltige Kleidung eindecken. Das tun sie gerne. Danach stehen sie noch in Gruppen zusammen und reden lebhaft – «Sweatshop – Deadly Fashion» regt zu Diskussionen an.

Zürich, Schauspielhaus Pfauen, 5. Mai. Aufführungen bis 16. Juni.

Kleider Bei Zalando Sale – kleider bei zalando sale

Erlaubt zu helfen unser blog site, in diesem zeitraum Wir werden Ihnen zeigen in Bezug auf Schlüsselwort zur Verfügung stellen. Und von jetzt an, hier ist das erstes picture:

Other Collections of Kleider Bei Zalando Sale

Zalando Munidwyn Zalando Kleider Sale Ungewöhnlich Munidwyn ...SALE! Jetzt die besten Phase Eight Sale Angebote shoppen ...Günstige Jarlo Damenbekleidung im Sale online entdecken ...Günstige Damsel in a Dress Damenbekleidung im Sale online ...Zalando kleider damen sale – Stylische Kleider für jeden tagSALE! Jetzt die besten Coast Sale Angebote shoppen | bei ZALANDOAnna Field Freizeitkleid   apricot   Zalando.de | Spring ...Beste Abendkleider Zalando Sale   Munidwyn