Kleider Zalando Knielang

Die Celine-Frau arbeitet nun nicht mehr in einer Kunstgalerie, sondern studiert wieder an der Sorbonne. Zumindest sieht sie so aus: Hedi Slimanes zweite Kollektion für das Haus feiert das Frauenbild der 70er-Jahre, als die Marke mit entspannter Mode für die liberal denkende weibliche Bourgeoisie groß wurde, mit knielangen Faltenröcken, luftigen Schluppenblusen, Blazern und kompakten Umhängetaschen mit Goldschließen.

Cocktailkleid/festliches Kleid - night blue

Cocktailkleid/festliches Kleid – night blue

Cocktailkleid/festliches Kleid - black

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DAISY - Cocktailkleid/festliches Kleid - navy

DAISY – Cocktailkleid/festliches Kleid – navy

Cocktailkleid/festliches Kleid - red

Cocktailkleid/festliches Kleid – red

Stilistisch gesehen ist dies für Celine eine Rückkehr in die Vergangenheit doch für Slimane ist es ein Schritt in die Zukunft, hatte er doch bei seinem Debüt als Chefdesigner für das Haus mit den immer gleichen Partykleidern und Mager-Anzügen eher unmotiviert gewirkt. Nun prägt er wieder einen Look, der eindeutig, bekannt aber irgendwie wieder frisch aussieht – weil er ins Leben moderner Frauen passt, die mit Lässigkeit nicht nur Turnschuhe verbinden. Für sie hat Slimane eine Garderobe definiert, die sie gern nachkaufen werden.

Sogar eine Überfrau wie Miuccia Prada fühlt sich vom aktuellen Weltgeschehen verunsichert. „In einem anderen Jahrhundert wäre längst ein neuer Krieg ausgebrochen“, sagte sie backstage nach ihrer Mailänder Schau. Retten kann sie die Welt nicht, aber sie kann Modefreunden mehr Standfestigkeit im Wirbelwind des Zeitgeschehens geben, mit derben Stiefeln, die man eher aus Army-Shops oder Menschenschlangen vor Gothic-Konzerten kennt.

Prada schlägt Stampfer in rotem Lackleder mit breiter Kreppsohle vor, mit deren martialischer Wucht es nur die neuen Biker-Stiefel von Bottega Veneta aufnehmen können. Zu viel des Derben? Bei Alexander McQueen gibt es schlankere Modelle mit eleganter Rahmennaht, die Respekt einflößen aber nicht ganz so sehr nach Tomb Raider aussehen. Die würde die neuen Springerstiefel bestimmt lieben: Sie sind so leicht, dass sie sich ideal für spontane Sprints eignen.

Knallfarben bleiben weiterhin der beste Weg, um die Instagram-Follower für ein „Like“ und die Streetstyle-Fotografen für einen Schnappschuss zu begeistern. Manche, wie „Millenial Pink“ und „Gen Z Yellow“, haben wegen ihrer Beliebtheit im Netz eigene Namen bekommen. Die moderne Farbenliebe ist sicherlich ein Grund, warum intensive Töne schon länger auch in Winterkollektionen zum Standardprogramm gehören.

Diese Saison haben sich Marken wie Balenciaga und Victoria Beckham in leuchtendes Rot verliebt, bei Tom Ford und Dries Van Noten mochte man Flieder und Mauve und Hugo Boss will auch Männer in knallpinke Anzüge stecken. Generell sollte die neue Mode in Wassereisfarben stets in Form von monochromen Looks getragen werden, bei denen man sich von Kopf bis Fuß an eine Farbe hält. Das sorgt nicht nur für Aufmerksamkeit, sondern hoffentlich auch für gute Laune.

HIGH COLLAR - Cocktailkleid/festliches Kleid - snow white

HIGH COLLAR – Cocktailkleid/festliches Kleid – snow white

Mit Provokationen riskiert man in der Mode heute allzu leicht gesellschaftliche Fauxpas und zornige Instagram-Shitstorms. Bevor das Image Schaden nimmt, geht man lieber den umgekehrten Weg: Warum nicht etwas Provokantes brav aussehen lassen? So geschieht es im kommenden Herbst mit schwarzem Leder, aus dem diverse Marken nun eine anständige Seite herausgekitzelt haben.

Salvatore Ferragamo könnte mit einem schmalen, langen Trägerkleid sogar Vorstands-Gattinen für das Firmendinner einkleiden, bei Tod’s würde ein schwarzer Ledertrenchcoat auch als Schuluniform durchgehen. Der Trick ist die Interpretation des Materials in unaufgeregte, klassische Schnitte, doch den Lederexperten von Hermès gelingt es sogar, eine Hotpants aus schwarzem Leder irgendwie elegant aussehen zu lassen. Provozieren wird man damit niemanden – aber langweilen ebenso wenig.

Es gibt sie endlich wieder, die Alternative zum Sweatshirt! Wo jahrelang geräumige Baumwollsäcke am Körper hingen schmiegt sich wieder dünner Strick eng an die Taille, die Schultern sitzen wieder dort, wo sie sitzen sollen und statt Logos schmücken funkelnde Broschen die Brust. Die Rückkehr der 50er-Jahre-Strickjacke sowie von körperbetonten Pullovern, wie sie die Protagonistin der Nostalgie-Serie „Mad Men“ Betty Draper trug, macht wieder neugierig auf anständige, feminine Strickware, mit der Frauen nach dem Erfolg von Kapuzenpullovern lange nichts anfangen konnten.

Erdems adrette Twin-Sets mit Zopfmuster könnten sie nun umstimmen, ebenso die hautengen Strickoberteile mit dreiviertellangen Ärmeln und braver Schleife am Kragen von Christian Dior. Wie bei Betty Draper ist der Look auch heute erst mit den richtigen Accessoires komplett: eng geknotetes Seidentuch, Taillengürtel, Brosche.

Das ganze Leben steckt im Smartphone – muss man da überhaupt mehr dabeihaben, wenn man unterwegs ist? Viele Designer finden nicht. Für sie reichen kompakte, an Pralinenschachteln erinnernde Lederboxen (Jil Sander) oder superflache, mit einem bunten Gel gefüllte PVC-Hüllen (Christopher Kane). Vor allem letzteres Modell verwundert mit einem Nutzwert, den man wirklich nur als dekorativ bezeichnen kann, denn das pillenförmige Anhängsel bietet nur minimal Platz, aber sorgt für maximale Aufmerksamkeit.

Ähnlich hat vermutlich auch der Pariser Jungdesigner Simon Porter Jacquemus argumentiert, als er die winzigste Tasche vorstellte, die vielleicht jemals auf dem Laufsteg gezeigt wurde. „La Collectioneuse“ trägt man am Finger, und sie ist so groß wie ein Überraschungsei, weshalb nicht einmal eine Kreditkarte hineinpasst. Dafür vielleicht echte Schätze, deren Wert nur die Besitzerin genau kennt.

Zumindest auf dem Laufsteg müssen Sportswear und Streetwear mehr und mehr einer neuen Lust an formeller Mode und traditioneller Schneiderkunst weichen. Kaum eine Kollektion kam ohne Blazer, Hosenanzüge oder Herrenmäntel aus, aber die Designer wissen, wie sie diese Klassiker wieder begehrenswert und überraschend aussehen lassen.

JW Anderson denkt den Blazer als Patchwork-Variante um, Alessandro Michele verziert seine Modelle mit äußerlich sichtbaren Faden-Markierungen und Nähten an Ärmeln, Revers oder Taschen, wie sie Maßschneider während der Arbeit einsetzen und nach der Fertigstellung einer Jacke normalerweise wieder entfernen. John Galliano ergänzt bei Maison Margiela einen sehr schmalen Blazer mit Ärmeln, die überproportional weit erscheinen. Die neue Schneiderkunst ist komplex, wild und unabhängig von den Traditionen, vor denen sie sich gleichzeitig verneigt.

Wenn Mode immer nur praktisch ist, wird sie irgendwann langweilig. Labels wie Mary Katrantzou, Marc Jacobs oder Valentino haben das gemerkt, sie wünschen sich weniger Parkas und weniger Daunenjacken, dafür mehr Drama und mehr Eleganz. Das Cape liefert beides, erst recht, wenn es mit so viel Volumen und Länge daherkommt wie bei den bereits genannten Marken.

Katrantzou entwickelte ein Jacquard-Modell, das man allein wegen des verträumten Landschaftsmotivs auch als Wandteppich ins Wohnzimmer hängen würde, ein knöchellanges gelbes Cape schritt bei Valentino über den Laufsteg, ein Modell mit Leopardenflecken bei Marc Jacobs. Die gewölbte, voluminöse Silhouette dieses Kleidungsstücks erinnert an Tulpen und Fabergé-Eier und sein feierlicher Charakter macht aus dem Cape eine Galarobe für den Alltag, an die man sich unbedingt wieder trauen sollte.

Viele junge Frauen haben sich von der Idee, dass Büstenhalter vermeintlich unperfekte, hängende, zu große oder zu kleine Bürste optimieren sollen, längst emanzipiert – sie feiern die Brust ohne Stütze und sich abzeichnende Nippel als feministischen Freiheitssieg mit Hashtags wie #NoBra. Was das für die Mode bedeutet? Sie entdeckt den BH als „Show Bra“ wieder, als Styling-Element, das man nicht aus praktischen Zwecken anzieht, sondern gezielt inszeniert und nach Lust und Laune drunter oder drüber trägt – Hauptsache, man sieht es irgendwie.

Bei Versace trugen die Models über schmalen Rollkragenpullovern Bra-Tops mit kreuz und quer über den Torso verlaufenden Gürtelriemen. Simone Rocha nahm ihren puffärmligen Puppenkleidern die Niedlichkeit mit über dem Kleid getragenen Büstenhaltern aus schwarzen Pailletten oder rotem Satin. So hat man alles gezeigt und doch nichts entblößt.

#nobra

Der Hedonismus der 80er-Jahre hat in diesen umwelt- und konsumbewussten Zeiten wenig Chancen auf ein Comeback. Aber der Look der Dekade fügt sich perfekt in einen Zeitgeist ein, der Frauen als Entscheiderinnen und Chefinnen feiert. Eben eine solche Chefin, nämlich die Vorsitzende des US-Repräsentantenhauses Nancy Pelosi, trug im vergangenen Dezember einen Mantel von Max Mara.

Und die Marke reagiert darauf stolz mit einer Kollektion aus breitschultrigen Blazern und Mänteln, dramatischen Overknees und gemusterten langen Strickjacken, die das „Working Girl“ der 80er-Jahre in die Gegenwart bringen. Dem Geschäftsfrauen-Chic für den Tag von Max Mara stellt Balmain das Pendant für die Nacht entgegen: schwarze Schiebermützen zum riesigen Powerblazer, spitzen Boots und ausgeblichenen Jeans. Nichts für Nancy Pelosi, aber perfekt für die jungen Frauen, die irgendwann ihren Platz einnehmen.

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