Kleider Zalando Verkaufen

Um zum Thema „Mode und Aktien“ zurückzukommen, bin ich ehrlich: Ich selbst habe keine Kleidung von Hugo Boss (WKN: A1PHFF), finde das Unternehmen allerdings äußerst spannend – auch wenn die Aktie heute nicht mal mehr die Hälfte des Höchstpreises vom 10. April 2015 kostet, an dem sie bei 120,40 Euro notierte (Stand: 04.10.2019).

Kleid dunkelblau Gr

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Cocktailkleid/festliches Kleid - red

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MANDY - Cocktailkleid/festliches Kleid - creamy white

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Wie gut funktioniert der Kleiderverkauf über Zalando ...

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Die goldenen Zeiten, in denen die Aktie mit über 3.000 % Wertzuwachs zu den besten Langfristinvestments gehörte, scheinen vorbei zu sein – oder vielleicht doch nicht?

Trotz der zunehmenden Onlinekonkurrenz – wie sie beispielsweise von Zalando (WKN: ZAL111) ausgeht – verspricht der Vorstand seinen Aktionären ein gutes Wachstum und zahlt eine saftige Dividende von zuletzt 2,70 Euro. Beim aktuellen Aktienkurs von 46,55 Euro beläuft sich die Dividendenrendite mittlerweile auf 5,8 % (Stand: 04.10.2019).

Lasst uns im Folgenden einmal diese kleine Modeperle genauer unter die Lupe nehmen und prüfen, ob es sich wirklich um ein interessantes Investment handeln könnte.

Im ersten Halbjahr 2019 erhöhten sich die Konzernumsätze von Hugo Boss mit 3 % eher moderat. Besonders stark zeigte sich allerdings das eigene Retailgeschäft, das einen Umsatzzuwachs von 5 % aufweisen konnte. Mit 857 Mio. Euro Umsatz stellt dieser Bereich den Löwenanteil der Konzernumsätze.

Cocktailkleid/festliches Kleid - powder-black

Cocktailkleid/festliches Kleid – powder-black

Das EBIT (Ergebnis vor Zinsen und Steuern) belief sich in den ersten sechs Monaten auf 130 Mio. Euro (inklusive IFRS 16), woraus sich eine EBIT-Marge von 9,7 % ermitteln lässt. Der EBIT-Wert liegt damit leicht unterhalb des Vorjahresbetrags von 143 Mio. Euro. Demgegenüber erhöhte sich der Free Cashflow, gemessen am Vorjahreswert von 31 Mio. Euro, deutlich stärker und erreichte einen Wert von 134 Mio. Euro (inklusive IFRS 16).

Schauen wir uns einmal den aktuellen Ausblick von Hugo Boss für das Gesamtjahr 2019 an. Das Unternehmen prognostiziert einen Anstieg der Konzernumsätze in einem mittleren einstelligen Prozentbereich. Im Geschäftsjahr 2018 wurde zuletzt ein Umsatzzuwachs von 4 % erreicht.

Das operative Ergebnis (EBIT) soll, ausgehend von dem 2018er-Ergebnis von 347 Mio. Euro, im hohen einstelligen Bereich zulegen. Für das Gesamtjahr 2019 sollen sich die Investitionen auf 170 bis 190 Mio. Euro belaufen – ein Betrag, der etwas höher ist als noch im Geschäftsjahr 2018, in dem 155 Mio. Euro investiert wurden. Abschließend soll sich der Free Cashflow in einer Spanne von 210 bis 260 Mio. Euro einpendeln. Verglichen mit dem Wert des Geschäftsjahres 2018 von 170 Mio. Euro ist das schon eine gute Steigerung.

Spannender wird es bei der Prognose oder besser den Zielen, die sich das Unternehmen bis zum Jahr 2022 gesetzt hat. Bis zu diesem Jahr möchte Hugo Boss seinen Konzernumsatz währungsbereinigt um durchschnittlich 5 bis 7 % pro Jahr erhöhen. Die EBIT-Marge soll dann bei 15 % liegen, der Free Cashflow einen jährlichen Wert zwischen 250 und 350 Mio. Euro erreichen.

Hugo Boss ist mit Sicherheit keine schnell wachsende Technologieaktie und weist auch nicht das große Wachstum auf, das Zalando aktuell seinen Aktionären bietet. Man muss allerdings bemerken, dass Hugo Boss im mittleren Preissegment eine etablierte Marke ist, die sich nicht so leicht austauschen lässt wie ein Handelssystem.

Hugo Boss baut jedenfalls seinen Onlinevertrieb aus und ist hierbei gar nicht mal so schlecht, wie viele es denken mögen – auch wenn sie etwas hintendran sind. Die Onlineumsätze erhöhten sich in den ersten sechs Monaten des Jahres 2019 um 22 %. Der Anteil am Konzernumsatz liegt hier gerade einmal bei 4 % – da bleibt noch viel zu tun!

Aktuell ist Hugo Boss mit rund 3,2 Mrd. Euro bewertet (Stand: 07.10.2019). Sollten die Zielwerte im Jahr 2022 erreicht werden, so würden Fools eine Free-Cashflow-Rendite von 7,8 bis 10,9 % einstreichen können. Die einzige Frage ist, ob Hugo Boss nicht doch Teil der Einzelhandelsapokalypse ist. Die letzten Halbjahreszahlen deuten indes nicht darauf hin.

Wirecard stieg um fast 2.000 %. Jetzt gibt es einen aussichtsreichen „Nachfolger“, der schon bald die Spitze einnehmen könnte. Erst im vergangenen Jahr kam die Aktie an die Börse. Mit +49 % Umsatz-Wachstum (2018) und einer traumhaften Marge von 52 % (vor Steuern und Abschreibungen) fasziniert das Unternehmen die Analysten, während seine Plattform die Internet-Händler in der ganzen Welt mit der besten Performance begeistert und so bereits über 3 Milliarden Menschen erreicht. Wächst hier ein ganz neuer Tech-Gigant heran? Alle Details liest du hier:

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Frank Seehawer besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool empfiehlt Zalando.

Motley Fool Deutschland 2019

Dieser Artikel wurde ursprünglich auf fool.de veröffentlicht.

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