Rockabilly Kleid Uni

Das knielange Kleid scheint die Trägerin zu umarmen, so eng liegt es an ihrem zierlichen Körper. Die Absätze erhöhen die Gestalt um satte zehn Zentimeter. Braune Haare liegen kunstvoll in glänzenden Wellen und bilden den Rahmen zu einem lebendigen Gesicht mit dunklen Augen und knallrot geschminkten Lippen. Wie das Porträt eines Hollywood-Stars aus einem Film noir der späten vierziger oder frühen fünfziger Jahre: Das ist Patricia, 38 Jahre alt, Künstlerin, Hausfrau, Mutter, seit über 20 Jahren Wahlberlinerin.

iBaste Übergröße Rockabilly Kleid Damen Ärmellos Kleid mit ...

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Belsira 12er Jahre Rockabilly Vintage Retro Pencil Kleid - Uni Schwarz

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Petticoat Rockabilly Kleid schwarz mit Kragen

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Belsira 12er Jahre Rockabilly Petticoat Kleid - Dots Allover - Blau Weiß

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Ihre Wohnung liegt im Prenzlauer Berg, unter selbstgemalten Bildern stehen spiegelglatt gepflegte Vintage-Möbel. Zusammen mit den drei Kindern ist das alles ein Hauptberuf. Geld schafft der Mann ran. Typisch fünfziger Jahre, so scheint es. “Zufall”, sagt Patricia. Ihrem Partner bestätigt sie zwar in manchen Bereichen eine dezent altmodische Gesinnung. Sie selbst möchte jedoch mit der Fifties-Vorzeige-Mentalität nichts zu tun haben. Weder mit dem typischen Stil, “Petticoats, das war nie mein Ding!”, noch mit der prüden Bravheit der kreischenden Conny-und-Peter-Abziehbilder.

Wer wie Patricia retro lebt, kapriziert sich gern auf einen bestimmten Bereich. Es gibt Fans der Mods, Anhänger der Swing-Ära und eben eine große Fünfziger-Jahre-Gemeinde. So groß ist sie, dass ihr Stil seit Jahren immer stärker in den Alltag hineinschwappt: Zusammen mit der stilistisch exakt am Scheidepunkt zwischen Fünfzigern und Sechzigern agierenden TV-Serie “Mad Men” sind beispielsweise Bleistiftröcke wieder überall zu haben.

Wenn das Manierliche ins Enthemmte kippt

Die passende Unterwäsche, die die bekannteste Burlesque-Tänzerin Dita von Teese zusammen mit Schminke und Likör bewirbt, wird als spitzenbesetzter Formslip von den größten Marken der Branche angeboten. Locker gemischt mit den schon länger bekannten Rock’n’Roll-Insignien wie Tattoos, gern im inflationären Ed-Hardy-Stil, Kirschen und “Skulls”, also Zier-Totenköpfen, kriegt man seine persönliche Portion “Wild auf den Straßen” heutzutage auch bei H&M nachgeschmissen.

Belsira 12er Jahre Rockabilly Petticoat Kleid - Claire - Schwarz Weiß

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Doch das ist es natürlich nicht, was eine konsequent altmodisch-modisch gekleidete Person wie Patricia daran gefällt. Denn weniger konsequente Menschen nutzen einen Retrostil “vielleicht eher als Verkleidung”, sagt sie. Die legten ihn nur am Wochenende an und wechseln ihn unter der Woche wieder gegen unauffällige Graumausigkeit ein. Für Patricia ist das überhaupt nichts: “Diese Szene ist teilweise recht schlicht.” Was sie neben der Ästhetik fasziniert, ist, dass man “sich zwar elegant und sexy anziehen, aber trotzdem zu harter Rockmusik tanzen und schreien kann, und dass das Manierliche bei Konzerten umkippen kann in etwas Aggressives, Enthemmtes”. Egal, wie eng das Kleid sitzt, bei solchen Konzerten könne man sich gehenlassen.

Patricia hat ihren Stil gefunden, als sie mit 17 Jahren von zu Hause verschwand, der nordrhein-westfälischen Kleinstadt entfloh, dem italienischen Vater, der Mutter, ihrem Leben und ihrer Essstörung davonlief. Ihr großer Bruder lebte damals schon in der Hauptstadt. Patricia ließ die Schule und eine Teenie-Phase als Skater hinter sich und zog nach Kreuzberg. “Aktuelle” Musik ließ sie da schon recht kalt: “Ich kam über Northern Soul und R&B zu Doo Wop und Rock’n’Roll.” Darüber “und durch eine coole Freundin, die Rockabilly war und mich mitschleppte”, stieß sie auf Rock’n’Roll-Clubs, die damals mitnichten in Prenzlauer Berg oder Kreuzberg, sondern in Neukölln und Steglitz lagen.

Plötzlich bietet jeder Teenieladen Rockabilly an

Es war eine wild zusammengesetzte Gruppe, erzählt Patricia, originale Rock’n’Roller, die die Fünfziger als Lieblingszeit im Herzen behalten hatten und nun statt der Hüfte die Wampe wehmütig zur Jukebox wippen lassen, gemischt mit jungen Außenseitern mit Vergangenheitssehnsucht. “Das waren ganz schön tumbe Typen”, sagt Patricia. Tags arbeitete sie im Café, nachts ging es rund. Mit 22 bekam sie ihr erstes Kind, nach einer langen Phase “mit wenig Musik und vielen Sorgen” therapierte sie die Bulimie endlich erfolgreich und machte ihr Abitur nach. Fast wie eine Therapie gegen die eigene Körperstörung habe sie die körperbetonte Mode der Vierziger und Fünfziger damals empfunden, “das war ein Widerspruch, aber eben das bekam mir damals ganz gut!”

Im Gegensatz zu den langsam dahinsiechenden Mods scheinen Rockabilly, Rock’n’Roll und die dazugehörigen Vierziger- bis Fünfziger-Outfits momentan den mindestens dritten, wild wuchernden Frühling zu erleben. Im Frühjahr wurde das Trio Kitty, Daisy and Lewis für seinen Sound zwischen Swing, Blues und Rock’n’Roll erneut gefeiert. Im Oktober legt Dick Brave, das umjubelte Alter Ego des Teeniestars Sasha, mit “Rock’n’Roll Therapy” eine neue Platte mit Rock-Versionen alter Hits vor.

Zumindest über den verkleideten Dick Brave können sogenannte Authentics, die ausschließlich Originale tragen und alte 7-Inch-Singles auflegen, nur kichern. Doch in der Gemeinde der Retro-Begeisterten gibt es noch mehr Abstufungen. Ästhetin Patricia trägt zum Beispiel ungern originale Vintage-Kleidung, ist aber auch skeptisch den Billigimitationen gegenüber: “Anfangs habe ich mich gefreut, als es plötzlich in jedem Teenieladen für wenig Geld Tücher mit Kirschen-Druck gab. Aber natürlich merkt man Qualitätsunterschiede, es ist eben doch ein Abklatsch. Darum trage ich lieber neue Kleider aus hochwertigen Stoffen, aber nach original alten Schnitten.”

Vielleicht liegt darin einer der Schlüssel zur Anziehungskraft der Vergangenheit: Die Jahrzehnte vor den Neunzigern, in denen sich signifikante stilistische Mode- und Musik-Strömungen herausgebildet haben, lassen sich hervorragend verklären. Denn es ist herausfordernd, macht Spaß und verspricht Erfolgserlebnisse, die dazugehörigen Symbole – ob Tonträger, Möbel oder Klamotten – zu sammeln. Dass spätestens seit Ende der Neunziger alles im Internet und damit eh global gespeichert ist, macht eine zukünftige Nullerjahre-Retro-Bewegung obsolet.

Neue Klänge, aber immer vertraut

Und wenn, wie momentan zu beobachten, Teile einer Retro-Welle zum Mainstream werden und sogar Paris Hilton manchmal Tolle trägt, muss man sich eben anders abgrenzen. Man stecke außerdem anders drin, wenn man auf mehr Ebenen dahinter steht, als auf der rein modischen, erklärt Patricia. Doch bei weitem nicht auf allen, grenzt sie ein: “Ich möchte ein moderner Mensch sein, up to date, auch technisch.” Ihre Freunde stammen größtenteils nicht aus den diversen Retro-Zirkeln der Stadt, obwohl es Affinitäten gibt, denn Musik spielt wieder und immer noch eine wichtige Rolle in ihrem Leben.

Über die Musik lernte Patricia schließlich auch ihren Mann kennen, einen, der Tolle und Anzug trug und dem sie Mixtapes mit Rock’n’Roll und Soul aufnahm. Der Mann schenkte ihr ebenfalls selbst zusammengestellte Kassetten, “die Songtitel waren wie versteckte Botschaften an mich”.

Im Rock’n’Roll und Jive, in den Songs, vor allem den Melodien der Vierziger und Fünfziger, steckt eine Menge Pathos: Immer geht es um die größten aller Gefühle. “Und zu dem Groove, der mir gefiel, kam, dass meine Eltern so was gehört hatten”, erzählt Patricia – es klang immer vertraut. Irgendwann schaffte sie es, den Vater ihres ersten Kindes zu verlassen, sie zog mit dem Tapemixer zusammen, mit dem sie nicht nur musikalisch auf einer Wellenlänge schwang, bekam zwei weitere Kinder. Die Frau mit den toll gedrehten Locken und der Mann mit der Tolle heirateten vor ein paar Jahren.

“Ich begreife mich gar nicht als Teil einer Szene”, sagt Patricia. “Aber ich würde schon sagen, Forties und Fifties ist mein Stil, denn das Schicke und gleichzeitig Raue daran definiert mich auch.” Dass Frauen diese Mode als unfeministisch kritisieren könnten, findet sie schade und nicht zeitgemäß. Schließlich sei man längst weiter, als Menschen nach ihrem Aussehen zu beurteilen: “Man muss selbstverständlich nach außen tragen, dass man nicht irgendein Pin-up ohne Meinung ist. Ich fühle mich einfach in hohen Schuhen wohl.”

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