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SPIEGEL ONLINE: Der spektakuläre Kunstschatz von Cornelius Gurlitt, der im Jahr 2012 gefunden wurde, wird in einer Doppelausstellung in Deutschland und der Schweiz gezeigt. Was ist in der Bonner Bundeskunsthalle zu sehen?

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Wolfs: Es sind Bilder mit einer heiklen Herkunft. Einige davon stehen unter Verdacht, Raubkunst zu sein – bei zwei Bildern wissen wir es schon genau. In Bern sind Werke der “entarteten Kunst” zu sehen, die teilweise direkt in der Schweizer Sammlung bleiben können. Alle Bilder stammen aus der privaten Sammlung der Familie Gurlitt, die größtenteils während des Nationalsozialismus zusammengetragen wurde.

SPIEGEL ONLINE: Welche Werke sind eindeutig geraubt?

Wolfs: Das ist eine Zeichnung von Adolph von Menzel, die an die Nachfahren von Elssa Helene Cohen zurückgegeben wurde, und das Frauenporträt von Thomas Couture, das erst letzte Woche als Raubkunst deklariert wurde. Bei den Verdachtsfällen zeigen wir zu jedem Werk eine Provenienzangabe mitsamt aller Lücken, also den entscheidenden Momenten. Ich erhoffe mir von der Ausstellung auch weitere Hinweise zur Herkunft. Jedes Werk, das als Raubkunst deklariert werden muss, ist eine Arbeit zu viel. Jede einzelne weitere Restitution wäre ein Erfolg.

SPIEGEL ONLINE: Sind alle 250 Bilder Raubkunst?

Wolfs: Das vermuten wir nicht. Außerdem sind Leihgaben dabei, die das System Gurlitt und des NS-Kunstraubs klarer umreißen. Sie stammen nicht aus den Beständen der Familie Gurlitt, sind aber durch deren Hände gegangen und verdeutlichen die damaligen Abläufe. Es geht nicht nur um die Familie Gurlitt in dieser Ausstellung, sondern auch um nationalsozialistische Kulturpolitik und um den “Sonderauftrag Linz” – jene Organisation, die Adolf Hitler direkt unterstellt war und für ein Führermuseum an der Donau Kunstwerke besorgen sollte. Hildebrand Gurlitt, der Vater von Cornelius Gurlitt, war der Hauptkunsthändler für den “Sonderauftrag Linz”.

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SPIEGEL ONLINE: Wie muss man sich diesen Kunsthandel vorstellen?

Wolfs: Ein Großteil der Kunstgüter wurde den Eigentümern gewaltsam geraubt. Kunstwerke in jüdischem Besitz durften nur bis zu einem Preis von 1000 Mark verkauft werden, dadurch verfielen die Preise. Viele Juden mussten unter Druck ihre Bilder zu Schleuderpreisen verkaufen, etwa um flüchten zu können, dies wissen wir aus den Geschäftsbüchern Gurlitts. Jedes Bild ist ein menschliches Schicksal, das machen wir in der Ausstellung klar.

SPIEGEL ONLINE: Der Gurlitt-Schatz hat damit viele Dimensionen, die es zu erzählen gilt. Kann das in nur einer Ausstellung mit 250 Bildern gelingen?

Wolfs: Schwierig war, Kunstwerke als solche zu zeigen, gleichzeitig aber auch menschliche Geschichten dahinter zu erzählen, also sowohl eine kunsthistorische als auch historische Ausstellung zu kuratieren, die gleichzeitig von Moral und Ethik handelt. Dafür gibt es eine zeithistorische Linie in der gesamten Ausstellung, gleichzeitig aber auch eine Einteilung in verschiedene Stufen der Entwicklung Hildebrand Gurlitts als Urheber der Sammlung.

SPIEGEL ONLINE: Der Kunstliebhaber Hildebrand Gurlitt war zunächst nicht auf der Seite der Nationalsozialisten. Warum wurde er Teil des Systems?

Wolfs: Als

Museumsdirektor in Zwickau und als Leiter des Kunstvereins Hamburg war Gurlitt tatsächlich ein Verfechter der Moderne und in Opposition zu den Nationalsozialisten. 1933 wollte er die NS-Flagge nicht hissen und ihm wurde deshalb gekündigt. Er begann mit Kunst zu handeln, machte lukrative Geschäfte und verstrickte sich in dem NS-System, denn Kunsthandel war ohne Kooperation nicht möglich. Als Hitlers Chefeinkäufer in den Vierzigerjahren unterstützte er dann vollends das System.

SPIEGEL ONLINE: Wie kam es, dass Gurlitt nach Kriegsende eine derart große und bedeutende Sammlung beiseite schaffen konnte?

Wolfs: Nach dem Krieg wurde seine Sammlung von den Alliierten konfisziert und untersucht, später aber zurückgegeben. Hildebrand Gurlitt wurde sehr schnell rehabilitiert, denn ihn retteten sein Einsatz für die Avantgarde als Systemgegner in den Zwanzigerjahren und seine zu einem Viertel jüdische Herkunft. 1948 war er bereits wieder Direktor des Kunstvereins in Düsseldorf.

SPIEGEL ONLINE: Der “Sonderauftrag Linz” war ein Mega-Projekt. Warum war Kunst im Nationalsozialismus so wichtig?

Wolfs: Das hat mit Hitlers Persönlichkeit zu tun. Er war ja ein gescheiterter Künstler, der an der Kunstakademie Wien zweimal abgelehnt worden war. Hitler war auch eifersüchtig auf Mussolini, der ihn bei einem Besuch durch wunderbare Museen führen ließ. Mit dem “Führervorbehalt”, den wir im Original ausstellen, sicherte sich Hitler die Verfügungsgewalt über alle Raubkunst: Jedes einzelne Bild wurde ihm vorgeführt, und er entschied dann, ob es Teil des geplanten “Führermuseums”, in einem anderen Museum gezeigt oder verkauft werden sollte. Im Krieg wurde die Logistik der vielen Tausend Bilder schwierig, also wurden Fotoalben der Raubkunst angefertigt und Hitler vorgelegt. Auch diese Alben zeigen wir in Bonn.

SPIEGEL ONLINE: In vier Jahren konnten nur sechs Bilder von einer eigens eingerichteten Taskforce eindeutig als Raubkunst identifiziert werden. Welche Probleme hat die Provenienzforschung?

Wolfs: Wir sind spät dran mit unserer Forschung. Es sind seit Kriegsende mehr als 70 Jahre vergangen, genug Zeit also, um geraubte Kunst aus einem Fundus herauszunehmen. Viele Museen in Deutschland haben sich bis heute nicht mit der Erforschung ihrer Bestände beschäftigt. Es gibt vor allem Probleme mit der Herkunftsklärung aus der NS-Zeit, denn viele Akten sind nicht mehr vorhanden, einige sind bewusst weggeschafft worden. Wir haben zwar viele Geschäftsbücher von Hildebrand Gurlitt, aber sie sind lückenhaft und enthalten möglicherweise auch Fälschungen. Es gibt also noch sehr viel zu tun.

Ausstellungen:

Bestandsaufnahme Gurlitt. Der NS-Kunstraub und die Folgen. Bundeskunsthalle Bonn, 3. November 2017 bis 11. März 2018

“Entartete Kunst” – beschlagnahmt und verkauft. Kunstmuseum Bern, 2. November 2017 bis 4. März 2018

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