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Früher, als Fashion Shows noch Defilees hiessen, waren sie eine exklusive Sache – eine Art geschlossene Gesellschaft, zu der nur ein kleiner Kreis an Personen Zutritt hatte. Ausschliesslich für Einkäufer und Presse waren sie bestimmt, ausnahmsweise vielleicht noch ein paar berühmte Gesichter, ab den 1980er-Jahren. Was dort für gut befunden wurde, damit mussten sich die Konsumenten begnügen, einen anderen Zugriff auf High Fashion hatten sie nicht.

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Die Veränderungen, die die Mode-Welt durch die digitale Revolution seit den Nullerjahren durchziehen, haben diese früher geschlossene Welt zu einer offenen gemacht. Als vor zehn bis fünfzehn Jahren die ersten Blogger auftauchten, fotografierten diese sich und andere vor allem vor den Schauen – das Street-Style-Phänomen, das bis heute anhält, war geboren. Heute sitzen Influencer, die die Blogger, wenn man so will, ersetzt haben, in den ersten Reihen der Modenschauen, manchmal sogar vor einflussreichen Journalisten und Einkäufern.

Die Prioritäten haben sich verschoben. Einer möglichst grossen Masse an Leuten Einblick in ihre Fashion Shows zu geben – sei es durch Influencer oder durch Live-Übertragungen auf den eigenen Instagram-Accounts – ist vielen Modelabels heute das wichtigste. Wer kommerziell erfolgreich sein will, wer verkaufen will, muss das tun. Oder zumindest so tun: Der Konsument hat das Gefühl, nah dran zu sein, aber ist es nicht wirklich. Denn zu nah, das wollen viele auch nicht, zumindest bis jetzt. Es ist ein schmaler Grad.

Die London Fashion Week wagt in dieser Hinsicht jetzt einen mutigen Schritt: Im September werden sechs der Schauen auf dem öffentlichen Plan, die im Showspace des British Fashion Council stattfinden, der Öffentlichkeit zugänglich sein. Jeder, der will und schnell genug ist, kann sich ein Ticket kaufen. Die Preise rangieren zwischen 135 Pfund und 245 Pfund für einen Platz in der Front Row. Welche Schauen das konkret sein werden, ist noch nicht bekannt. Sicher ist aber: Die bekanntesten, prestigeträchtigsten von Burberry bis Erdem, finden nie in dem Showspace des British Fashion Council statt.

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The British Fashion Council is delighted to announce that London Fashion Week will be the first of the four global fashion weeks to open its doors to the public. From September 2019, #LFW will offer dedicated experiences for both a trade and public audience through one dynamic schedule, further blurring the lines of what was traditionally known as a global trade platform. For more information and tickets visit Media Beitrag geteilt von British Fashion Council (@britishfashioncouncil) am Jul 15, 2019 um 11:26 PDT

Das Ganze stellt der British Fashion Council unter das Dach seiner #PositiveFashion-Initiative: Damit will sich die britische Modevereinigung offener zeigen, inklusiver, und ihre Fashion Week gegenüber anderen kulturellen Genres, Menschen und Institutionen öffnen. Im Zuge dessen finden auch Podiumsdiskussionen und Ausstellungen in dem Showspace statt. Es ist ein Versuch an den Zeitgeist anzuknüpfen, der gerade genau danach strebt. Während es früher in der Mode vor allem um Exklusivität ging, will sie heute den Anschein erwecken, genau diese abzulehnen. Die Frage aber ist: Ist der Wille zur Inklusivität wirklich authentisch?

Die Mechanismen der Modewelt funktionieren immer noch über Begehrlichkeiten. Sie kann per Definitionen gar nicht hundertprozentig inklusiv sein, weil sie von kommerziellen Beweggründen getrieben wird. Sie will Begehrlichkeiten schaffen, und wenn sie das über vermeintliche Inklusivität versucht, dann ist das nur eine neue Form von Exklusivität. Das zeigt sich allein schon daran, dass die wenigen Schauen bei der London Fashion Week, die öffentlich zugänglich sein werden, ja nur für jene sind, die genügend Geld für ein Ticket aufbringen können.

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Anders ging da beispielsweise Designer Virgil Abloh vor, als er 2018 zu seiner ersten Menswear-Show für Louis Vuitton tausende Kunststudenten einlud – und 2016 postete er gleich die Adresse zur Show seines eigenen Labels Off-White öffentlich auf Instagram, «for all the kids to come». Auch bei den Shows des Streetwear-Labels Vetements gibt es immer eine Sektion für «Friends of the House», was meistens Pariser Party-Kids sind. Labels wie Off-White und Vetements definieren sich darüber, niemanden auszuschliessen. Trotzdem gehört nicht automatisch jeder zu ihren Kreisen. Zu den «Friends of the House» muss man ja gehören.

Ein Beitrag geteilt von OFF-WHITE c/o VIRGIL ABLOH ™ (@womensoffwhite) am Sep 30, 2018 um 1:34 PDT

Abseits der Fashion Weeks in New York, London, Mailand und Paris gibt es aber immer wieder Bestrebungen, das Modell der Modewochen neu zu denken. In Berlin tat das etwa Zalando, indem der Online-Riese die frühere Messe Bread & Butter neu als Event für Endverbraucher erfanden. Da gab es Präsentationen und exklusive Shopping-Möglichkeiten sowie Runway-Shows von Marken wie Topshop. Für einen kleinen Ticket-Preis konnte jeder dabei sein. Das Modell ging nicht auf, nach zwei Jahren war wieder Schluss.

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Auch in Zürich versuchte die Model- und Eventagentur IMG 2010 die «Zurich Fashion Days» zu etablieren und bot ebenfalls Tickets für ein breites Publikum an, auf das man sich auch inhaltlich einstellte: Zwar schaffte man es, grössere Namen wie den weit bekannten Designer Roberto Cavalli als Publikumsmagnet nach Zürich zu holen – daneben bot man dem allgemeinen Zuschauer aber auch Dessous-Shows zur Unterhaltung an; wobei der Modeaspekt völlig in den Hintergrund geriet. Das Konzept ging auf Dauer nicht auf: 2015 verabschiedete sich Mercedes-Benz als Sponsor der Fashion Days in Zürich.

Die London Fashion Week kommt gegen die anderen drei grossen Standorte New York, Mailand und Paris nicht an. Seit ihrem Bestehen hat sie den Ruf, jünger, ein bisschen verrückter, eben anders zu sein. Nicht umsonst kommen die meisten gefeierten Designer-Newcomer aus London. Fraglich ist, wie sehr die Öffnung von sechs Fashion Shows tatsächlich Einfluss auf die Modewoche haben wird. Sicher ist: An den Bestrebungen zeigt sich, dass die Mode gerade gar nicht so richtig weiss, wer oder wie sie sein will – und dass es keine allgemeingültigen Lösungen gibt für die Herausforderungen, denen sie sich gegenüber sieht.

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