Zalando Neue Kleider

Der Gesetzgeber hatte es gut gemeint, als er im Jahr 2000 das Fernabsatzgesetz verabschiedete. Seitdem dürfen auch Onlineshopper Waren ausprobieren und sie zurückgeben, wenn sie ihnen nicht gefallen – so wie es auch im stationären Laden üblich ist. Ohne Begründung können Käufer die Waren innerhalb von 14 Tagen an den Händler zurücksenden. Dieser muss dann den Kaufpreis erstatten und die einfachen Lieferkosten übernehmen.

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Knapp 20 Jahre später ist zu beobachten, wohin das geführt hat: Von Jahr zu Jahr schicken die Deutschen immer mehr Pakete zurück. Bestellen, ausprobieren, ein Teil auswählen – und der Rest geht retour. Das ist das Prinzip, nach dem viele Käufer verfahren.

Nach Ansicht der Grünen führt das auch dazu, dass im Onlinehandel zu viele Produkte weggeschmissen werden, die eigentlich noch gut verwendbar wären. Laut Grünenfraktionschefin Katrin Göring-Eckardt erleben wir “eine Perversion der Wegwerfgesellschaft”. Sie forderte am Wochenende, Onlineversandhändlern wie Amazon zu verbieten, neuwertige Waren nach deren Rücksendung zu vernichten. “Der Staat ist gefordert.”

Aber wie viele Rücksendungen erhalten Amazon und Co. tatsächlich? Landen all diese Retouren im Müll? Und welche Auswirkungen hat das für die Umwelt?

Sechs Grafiken zeigen die wichtigsten Zahlen zu den Retouren. Die Daten stammen alle von der Forschungsgruppe Retourenmanagement der Universität Bamberg, die seit Jahren den deutschen Onlinehandel untersucht.

Tatsächlich ist die Anzahl der Pakete, die von Verbrauchern zurückgeschickt werden, gewaltig: Den Forschern zufolge gingen im Jahr 2018 in Deutschland schätzungsweise 280 Millionen Retourenpakete auf die Reise.

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Damit wurden im Schnitt 16,3 Prozent der ausgelieferten Pakete zurückgeschickt.

Die massenhaften Retouren werden nach Ansicht von Umweltschützern zu einem enormen Umweltproblem. “Unser Konsum vernichtet immer mehr Ressourcen und heizt die Klimakrise an”, sagt Viola Wolgemuth, Konsumexpertin von Greenpeace. Verbraucher sollten sich bewusst sein, dass jedes einzelne zurückgeschickte Paket Folgen für die Umwelt habe.

Gerade bei Onlinemodehändlern wie Zalando und About You gehören Retouren zum Geschäftsmodell. Denn durch möglichst bequeme Rücksendeoptionen (alles portofrei!) können Kunden shoppen wie in der Fußgängerzone, nur eben vom Sofa aus. Zalando ist dank dieser Geschäftsidee zur vielleicht erfolgreichsten deutschen Internetfirma überhaupt aufgestiegen. Seit dem Börsengang vor fünf Jahren hat sich der Zalando-Aktienkurs verdoppelt. Das Unternehmen beschäftigt inzwischen mehr als 15.000 Mitarbeiter und machte 2018 einen Umsatz von 5,4 Milliarden Euro.

Doch bei Kleidung und Schuhen liegt die Retourenquote besonders hoch, Branchenkenner schätzen sie auf mindestens 50 Prozent. Offizielle Zahlen veröffentlichen die Unternehmen dazu nicht. Sicher ist aber, dass die Quote deutlich höher liegt als im übrigen Onlinehandel.

Lange äußerten Analysten deshalb Zweifel an den Geschäftsmodellen der Onlinehändler. Denn jedes Paket, das zurückkommt, verursacht Kosten: Je mehr Retouren, desto schmaler der Gewinn – die Formel ist relativ simpel.

So machte Zalando die “ineffiziente Aufbereitung retournierter Artikel” für seine roten Zahlen im dritten Quartal 2018 mitverantwortlich. Auch bei About You soll laut Brancheninsidern die Masse von Retouren der Grund sein, warum das Unternehmen noch keine Gewinne schreibt.

Einer der Bamberger Forscher bezeichnet Retouren als “Blinddarm des E-Commerce”: Jeder hat sie, keiner spricht gern darüber, und manchmal tun sie den Händlern richtig weh.

Wegen der hohen Kosten für die Retouren lohnt in vielen Fällen die Wiederaufbereitung wirtschaftlich nicht. Es ist dann aus Sicht des Händlers günstiger, die Waren zu vernichten. Bestimmte Artikel können aus hygienischen Gründen nicht wiederverkauft werden, etwa Matratzen.

Vor rund einem Jahr hatten die ZDF-Sendung “Frontal 21” und die “Wirtschaftswoche” berichtet, dass Amazon retournierte Waren in großem Stil vernichte. Interne Produktlisten, Fotos und Aussagen von Mitarbeitern belegten demnach, dass Güter aller Art in den deutschen Logistiklagern entsorgt würden. So soll es in Amazon-Logistikzentren eigene Bereiche für “Destroy-Paletten” geben – beladen mit Ware, die zur Entsorgung in der Schrottpresse markiert sei. Eine Amazon-Mitarbeiterin habe berichtet, dass sie jeden Tag Waren im Wert von mehreren Zehntausend Euro vernichtet habe. Dazu gehörten beispielsweise Kühlschränke, Wasch- und Spülmaschinen, Handys, Tablets, Matratzen und Möbel. Häufig seien die entsorgten Produkte einwandfrei gewesen.

Amazon bestritt damals nicht, Artikel zu entsorgen, erklärte aber, über mehrere Programme zu verfügen, um die “Entsorgung von Produkten” weiter zu reduzieren – etwa über Wiederverkäufe oder Spenden.

Das Bundesumweltministerium hat laut einem Sprecher jüngst Beamte losgeschickt, die bei den Versandhändlern schauen sollten, ob “Retourenvernichtung tatsächlich stattfindet”. Es sei aber nicht so einfach, das Ausmaß festzustellen. Umweltministerin Svenja Schulze (SPD) will noch im Juni eine Gesetzesänderung vorschlagen.

Die Daten der Bamberger Wissenschaftler widersprechen der Darstellung einer massenhaften Vernichtung von Retouren. Ihren Schätzungen zufolge werden nur 3,9 Prozent der zurückgeschickten Waren entsorgt oder verschrottet. Von den 280 Millionen zurückgesendeten Paketen würden also elf Millionen im Müll landen.

In einer Studie der Marktforschungsfirma EHI Retail Institute gaben die befragten Onlinehändler an, im Durchschnitt 70 Prozent der Retouren wieder in den regulären Verkauf zu geben. Zalando teilt mit, “etwa 0,05 Prozent aller Artikel” zu vernichten, etwa wenn dies aus gesundheitlichen Gründen notwendig sei.

Viele Waren werden auch an “externe industrielle Verwerter” weiterverkauft. Das sind Restpostenhändler, die solche Bestände aufkaufen und diese wieder im Ausland anbieten oder auf Plattformen wie Ebay. Eine ganze Branche ist entstanden, die sich auf dieses Geschäft spezialisiert hat.

Rund ein Prozent der zurückgeschickten Waren spenden Händler laut Untersuchung der Bamberger Forscher, etwa an soziale Einrichtungen. Das deutsche Steuerrecht könnte Schuld daran sein, dass dieser Wert nicht höher liegt. Denn die Finanzbehörden bewerten Sachspenden häufig wie Umsatz, auf den damit auch Umsatzsteuer anfällt. Ein vernichtetes Produkt ist hingegen wertlos, damit ist Wegwerfen betriebswirtschaftlich günstiger.

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